Verzaubernde Harmonien im Stadthaus Winterthur

Einmal im Jahr pilgern Schlangen von BMSW-Lernenden Richtung Stadthaus. Am 15. Januar 2026 war es wieder soweit: Das Musikkollegium Winterthur lud dazu ein, Beethovens Violinkonzert zu entdecken.

 

Gastbeitrag von Somajia Ghandour, BM2-Lernende

Am 15. Januar 2026 wurde die Berufsmaturitätsschule Winterthur zu einem Konzert des Musikkollegiums Winterthur eingeladen. Klasse für Klasse schlenderten wir an diesem regnerischen Tag erwartungsvoll in das Stadthaus. Bereits als wir im Stadthaus eintrafen, wurden wir vom Orchester wie auch vom Dirigenten Duncan Ward begrüsst. Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten und der Rektor der BMSW, Herr Deola, uns kurz begrüsst hatte, warteten wir gespannt auf die Darbietung des Orchesters.

Zu Beginn wurden die Instrumente gestimmt, daraufhin ergriff der Dirigent das Wort: Mit spürbarem Engagement involvierte der Dirigent und Leiter des Orchesters das Publikum. Er ergänzte das Vorwissen des Publikums zum Jahr 1806, dem Zeitpunkt der Uraufführung von Beethovens «Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61».
Anschliessend begann das Orchester zu musizieren, anfangs nahmen die Blasinstrumente das Rampenlicht der Tribüne ein. Mit ihrer Klangatmosphäre verzauberten sie das Publikum. Duncan Ward stellte im weiteren Verlauf die verschiedenen Instrumentengruppen vor, darunter die Blas-, Saiten- und Schlaginstrumente. Mittels verschiedener Abschnitte erklärte er uns, wie Instrumente wie Pauke oder Geige klingen und wie sie zusammen harmonierten. Diese Ausführungen halfen dem Publikum, musikalische Zusammenhänge besser zu verstehen und zog es in den Bann des Violinkonzerts, Beethovens einzigem vollendeten Werk dieser Gattung.

 

In den Gesichtern der Zuschauerinnen und Zuschauer breitete sich eine ersichtlich grosse Faszination aus. Die Musik hatte etwas Dynamisches, insbesondere als Akkorde erklangen, die scheinbar nach einer Auflösung verlangten. Teilweise kam es nicht zu einer Auflösung, was die Erwartungshaltung besonders steigerte. Die musikalischen Strukturen erinnerten an Gegensätze wie Tag und Nacht. Immer wieder pausierte das Orchester – und Duncan Ward stellte Bezüge zu verschiedenen kulturellen wie auch historischen Themen her, unter anderem zu Orpheus, Immanuel Kant oder Friedrich Schiller.

Als besonders beeindruckend erschien mir die Darbietung der ersten Geige, gespielt vom Violinisten Nemanja Radulović, der mit vollem Körpereinsatz brillierte. Die letzten Klänge sorgten für einen stimmungsvollen Abschied und ein begeistertes Publikum.

 

Meinungen aus dem Publikum:

«Mir hat das Konzert sehr gut gefallen. Der Dirigent gab hilfreiche einleitende Erklärungen, durch die man gezielt auf wichtige Aspekte des Stückes achten konnte. So wurde das notwendige Hintergrundwissen vermittelt, was half, die Musik besser zu verstehen und zu interpretieren. Dadurch habe ich das Werk klarer wahrgenommen.»
(Hannah, BM2, Teilzeit, GESO)

«Ich fand das Musikkollegium eine spannende Erfahrung. Man konnte viel über das Komponieren des Musikstücks herausfinden. Ich fand es äusserst interessant, wie die verschiedenen Instrumente miteinander harmonieren und wie alles zusammenpasst.»
(Céline, BM2, Vollzeit, GESO)

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